EMPORA wurde bei der diesjährigen Smart Grids Week in Salzburg mit dem Smart Grids Pionier 2013 Preis ausgezeichnet. Unter dem Titel "Green Energy to Go" wurden Lösungen für die gesicherte Bereitstellung von Energie aus erneuerbaren Quellen für Elektromobilität präsentiert.

green energy to go

Der Preis wird jährlich bei der Smart Grids Week vom BMVIT (Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie) vergeben und zeichnet innovative Lösungen aus, die im Rahmen der Posterausstellung gezeigt werden. EMPORA hat im Themengebiet „intelligente Ladeinfrastruktur" Lösungen für die gesicherte Bereitstellung von Energie aus Erneuerbaren Quellen für Elektromobilität erarbeitet. So wird das Dargebot von Strom aus Erneuerbaren Quellen mit den Ladewünschen der Kunden intelligent verknüpft, um mittels Ladesteuerung einerseits die Batterien der Autos zeitgerecht zu laden, auf der anderen Seite aber auch die Stromnetze zu schonen. Mit der Systemlösung ist es auch möglich, Prognosen über die Verfügbarkeit von Strom aus Erneuerbaren mit Ladewünschen der Kunden abzugleichen und so ein Optimum für Kunden, Netze und Stromlieferanten zu generieren.

Das war der EMPORA Closing Event ...

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Noch steht neben dem Nissan Leaf aus dem EMPORA-Demobetrieb ein bereits etwas älterer VW Golf – fast ungenutzt: „Unsere Tochter muss für den Führerschein Praxis an einem Auto mit Gangschaltung haben, sobald das geschafft ist kann er weg", sagt Frau A. aus Salzburg. Spätestens als ihr Mann in die E-Wirtschaft gewechselt habe, sei der Wunsch, ein Elektroauto anzuschaffen konkreter geworden. Nun erhält der Nissan Leaf in der Familie den Vorzug – so weit es geht natürlich auch gegenüber dem Dienstauto ihres Mannes.

Das Hauptanliegen für Frau A. ist Energieeffizienz und dies gilt auch für das Elektroauto: Deshalb fiel die Wahl auf den rein elektrisch betriebenen Nissan Leaf, der auch hauptsächlich für Kurzstrecken genutzt wird. Deshalb endet die Fahrt mit dem EV auch sehr oft am nächstgelegenen Bahnhof, um dann auf den öffentlichen Verkehr umzusteigen.

Ökonomische Fahrweise sei schon lange sehr wichtig für sie, sagt Frau A., auch mit dem Nissan Leaf fahre sie- unabhängig von der Strecke oder der verbleibenden Reichweite- immer im Eco-Modus. Fahrspaß und ein gutes Fahrgefühl bleiben natürlich trotzdem: Sie sei immer fest überzeugt gewesen, dass sie mit dem Nissan Leaf ein angenehmes Auto erhalte, und das bisherige Fazit von Frau A. zeigt, dass sich diese Erwartungen voll erfüllt haben: „Es ist einfach mehr Auto als ein Golf!"

Beim letzten Modellregionen-Workshop wurden viele positive Bilanzen gezogen. In der Frage der Interoperabilität bei der Ladeinfrastruktur bleibt offen, welcher Weg zukünftig beschritten werden sollte.

Wien (18.4.2013) Am Donnerstag veranstaltete EMPORA E-Mobile Power Austria einen abschließenden Modellregionen-Workshop. Dabei wurden Erfahrungswerte aus der Operationalisierung präsentiert und zukünftige Lösungen für die regionen- und länderübergreifende Nutzung von Ladeinfrastruktur diskutiert. In den Räumlichkeiten von VERBUND begrüßte EMPORA neben den Projektpartnern, Vertretern der österreichischen Modellregionen und Vertretern des Klima- und Energiefonds, BMVIT und BMLFUW auch den Direktor der Schweizer Mobilitätsakademie, Jörg Beckmann.

Evaluierungen bringen durchwegs positive Ergebnisse

In der Modellregion VLOTTE (Vorarlberg) wurden mit den 400 E-Fahrzeugen bisher bereits mehr als 5 Millionen Kilometer zurückgelegt, neben Ladesäulen wurden auch Photovoltaikanlagen und ein Kleinwasserkraftwerk errichtet. Aus dem Feedback der Nutzer ergab sich zudem, dass Elektroautos immer häufiger vom „Zweitauto zum Erstauto" werden. Christian Eugster von VLOTTE präsentierte die weitere Entwicklung der Modellregion und betonte die Notwendigkeit, die (zukünftigen) Nutzern von Elektromobilität ausreichend zu informieren und ihnen die Möglichkeit zum Testen der neuen Technologie zu geben. Einen Eckpunkt des EMPORA-Projekts bildet die Evaluierung von praktischen Erfahrungswerten von Nutzern von E-Autos. Insgesamt sehr positive Reaktionen zeigen sowohl unerfahrene als auch erfahrene Nutzer von Elektroautos, besonders bei Kurzstrecken unter fünfzehn Kilometern wurde das E-Auto sehr häufig genutzt – und diese Strecken machen auch derzeit die meisten Fahrten mit fossil betriebenen PKWs aus. Änderungen zeigen sich darüber hinaus beim Fahrverhalten.

Schnellladestationen in der Schweiz, Vernetzung der österreichischen Modellregionen

Jörg Beckmann stellte das Schweizer Projekt EVite vor: Diese Initiative hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, den Ausbau von Schnellladestationen in der Schweiz voranzutreiben und Stück für Stück ein flächendeckendes Netz von Ladeinfrastruktur zu organisieren. Anders als in Österreich werden in der Schweiz E-Mobility Aktivitäten in der Umsetzung nicht gefördert. EVite geht hier einen wesentlichen Schritt in Richtung einheitlicher Implementierung: Gemeinsam mit Technologieprovidern wurde zum Beispiel ein einheitlicher Sockel für Schnellladeinfrastruktur festgesetzt, der zukünftigen Betreibern der Ladeinfrastruktur die Installation erleichtern soll. In Bezug auf die Interoperabilität („Roaming") von Ladeinfrastrukturen wurden mögliche Lösungen für die Vernetzung von Modellregionen diskutiert. Herbert Princ (A1) berichtete unter anderem von den aktuellsten Entwicklungen in der Kooperation zwischen EMPORA und dem europäischen Green eMotion-Projekt. Mit der zunehmenden räumlichen Nähe der einzelnen Modellregionen wird eine uneingeschränkte Nutzbarkeit für den Endkunden immer dringlicher, EMPORA entwickelt hier einheitliche Schnittstellen für E-Mobility Provider.

Am 21. November 2012 diskutierte Frau Bundesminister Doris Bures (BMVT) mit Herrn Generaldirektor Wolfgang Anzengruber (VERBUND AG) und Herrn Generaldirektor Wolfgang Hesoun (Siemens) über zukunftsfähige technologische und organisatorische Lösungen, um Elektromobilität auf die Straße zu bringen.

Teil der Veranstaltung war auch die Live-Präsentation von intelligenten Infrastruktur Systemen, die für einen großflächigen Roll Out von Elektromobilität notwendig sind. Vom Management von Ladesäulden über Datenmanagement im Smart Grid, gesicherte Bereitstellung von Energie aus erneuerbaren Quellen bis hin zu Kundenpflege, Roaming und Abrechnungslösungen wurden die in EMPORA entwickelten Lösungen live präsentiert.

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