Bereits zum zweiten Mal veranstaltete EMPORA einen Workshop für E-Mobility Modellregionen in Österreich. Welche Angebotsvielfalt E-Mobility Kunden künftig zur Verfügung steht und warum Pendler die primäre Zielgruppe bilden war ebenso Thema wie die Frage, welche Herausforderungen der länderübergreifende Zugang zu Ladeinfrastruktur unterschiedlicher Provider für E-Mobility Anbieter mit sich bringt.

Zur Diskussion dieser Fragen fanden sich am 24. Mai 2012 neben Vertretern der 21 EMPORA Projektpartner auch Projektverantwortliche verschiedener Modellregionen und Vertreter von Bundesministerien und Klima- und Energiefonds in den Räumlichkeiten von VERBUND ein. Als internationaler Gast berichtete Andreas Pfeiffer (smartlab, Aachen, D) vom "Treaty of Vaals".

Vom Leasing-Modell bis zur Intermobilität
Im Rahmen des Schwerpunkts „Use Cases" präsentierten die österreichischen Modellregionen ihre innovativen E-Mobilitätsangebote und erste Erkenntnisse aus dem aktiven Betrieb. Dabei wurden unter anderem verschiedene Verleih- und Carsharing-Angebote vorgestellt, wie zum Beispiel „EMIL" in Salzburg, „E-Mobility on Demand" in Wien oder die Modellregion Graz.
Einigkeit herrschte darüber, dass E-Mobilitäts-Initiativen generell nicht in Konkurrenz zum Öffentlichen Verkehr treten, sondern vielmehr aktive Anreize zur Intermobilität setzen: So präsentierten beispielsweise das Leuchtturmprojekt „eMORAIL" und die Modellregion Niederösterreich kombinierte Mobilitätslösungen, die Bahn, E-Busse oder auch E-Bikes in das Angebot einbinden.

"Grenzenlose" Interoperabilität im Zeichen der Kundenfreundlichkeit
Im Rahmen des Workshops stellte Andreas Pfeiffer (smartlab) den „Treaty of Vaals" vor. Dieses Abkommen zwischen E-Mobility-Initiativen mehrerer Länder bietet Nutzern die Sicherheit, mit Hilfe einer einheitlichen RFID–Karte Ladestationen grenzüberschreitend und bei verschiedenen Anbietern nutzen zu können.